Fakturierung: Erstellung einer Rechnungskorrektur (Gutschrift)

Diese Anleitung beschreibt wie Sie in der Fakturierung eine Rechnungskorrektur (Gutschrift) erstellen können.

Ausgangssituation

In einer ausgegebenen Rechnung ist ein Fehler aufgefallen oder eine Position wird reklamiert. Die betroffene Rechnung kann und darf nicht mehr verändert oder gelöscht werden.
Rechnungen müssen immer durch einen neuen Beleg korrigiert werden, durch die Rechnungskorrektur, umgangssprachlich auch Gutschrift genannt.
Rechnungskorrekturen sind als Gutschrift zur betroffenen Rechnung zu verstehen, der Betrag ist daher immer negativ.

Um Rechnungskorrekturen zu erstellen, gibt es die Funktionen Storno oder Korrektur.

In beiden Fällen bleibt die Originalrechnung unverändert, es entsteht immer ein neuer Beleg bzw. Rechnungskorrektur mit eigener Rechnungsnummer.

Storno

Ein Storno hebt die Rechnung vollständig auf. Es entsteht eine Rechnungskorrektur, welche die Rechnung komplett gutschreibt.
Der Lieferschein kann erneut verändert und fakturiert werden. Bei Sammelrechnungen werden alle Lieferscheine zur erneuten Fakturierung freigeschaltet.

Eine Rechnung lässt sich nur einmalig stornieren. Eine Rechnungskorrektur sollte niemals storniert oder korrigiert werden.

Storno sollte am besten dann verwendet werden, wenn es einfacher ist die gesamte Rechnung gutzuschreiben um anschließend eine komplett neue Rechnung zu erstellen.

  1. Die zu korrigierende Rechnung über Beleg einlesen.
  2. Den Button Storno klicken.
    Achtung: Beim Storno lässt sich der erzeugte Beleg / Rechnungskorrektur NICHT bearbeiten oder verändern, es werden sofort alle Positionen der ursprünglichen Rechnung kopiert, ins negative gesetzt und gesperrt. Wenn Sie die Rechnungskorrektur verändern möchten, müssen Sie die Option Korrektur auswählen.

    Es folgt danach die Meldung mit der Bestätigung:
  3. Es wird eine Stornorechnung mit Gegenbuchung erzeugt, die die ursprüngliche Rechnung betragsmäßig vollständig ausgleicht. Sie erhält eine eigene Rechnungsnummer und wird wie jede andere Rechnung ausgegeben bzw. gehen Sie auf Ausgabe und versenden bzw. drucken Sie wie gewohnt ihre Rechnungskorrektur.
  4. Unter Beleg einlesen steht nun die Rechnungskorrektur.
    Bei der ursprünglichen Rechnung wird auf die Rechnungsnummer der Rechnungskorrektur verwiesen.
    Bei der Rechnungskorrektur wird auf die Rechnungsnummer von der ursprünglichen Rechnung verwiesen.

Korrektur

Eine Korrektur gleicht nur den fehlerhaften Teil einer Rechnung aus. Sie sollte dann verwendet werden, wenn zum Beispiel eine Position reklamiert wird und genau diese gutgeschrieben werden soll. Auch hier wird ein neuer Beleg bzw. Rechnungskorrektur erstellt welcher aber nur einen Teil der Rechnung gutschreibt.

Verwenden Sie die Korrektur NICHT um nachträglich etwas zusätzlich in Rechnung zu stellen. Verwenden Sie dazu das Storno und schreiben Sie die Rechnung neu.
Wenn Sie Korrektur verwenden um die gesamte Rechnung gutzuschreiben werden die Lieferscheine NICHT wieder zur erneuten Fakturierung freigegeben.
Zu einer Rechnungskorrektur sollten Sie niemals eine weitere Rechnungskorrektur erstellen (also die RgKorrektur durch eine weitere RgKorrektur korrigieren).

  1. Rechnung über Beleg einlesen öffnen.
  2. Gehen Sie auf Korrektur.

    Danach kommt diese Abfrage:
  3. Es entsteht eine neue Rechnung, die im ersten Schritt die komplette Rechnung gutschreibt. Diese können Sie nun bearbeiten.
  4. Es lassen sich nur Positionsdaten korrigieren, Kopfdaten wie z.B. Datum oder Kunde lassen sich nicht ändern.
    Sie können die verschiedenen Werte wie Einheiten, VPE oder Lieferpreis verändern. Achten Sie darauf, dass die Änderungen inhaltlich sinn ergeben und die Summe negativ ist.
    Positionen die Sie nicht gutschreiben möchten, können Sie auswählen (orange markieren) und per klick auf das rote X über den Positionen löschen.
  5. Die Korrekturrechnung wie gewohnt über Ausgabe abschließen und an Ihren Kunden weitergeben.
  6. Unter Beleg einlesen steht nun die Rechnungskorrektur.
    Bei der ursprünglichen Rechnung wird auf die Rechnungsnummer der Rechnungskorrektur verwiesen.
    Bei der Rechnungskorrektur wird auf die Rechnungsnummer von der ursprünglichen Rechnung verwiesen.
  7. Die Lieferscheine bleiben als fakturiert markiert und werden nicht wieder freigegeben.

Unterschiede im Überblick

Storno Korrektur
Neuer Beleg Stornorechnung mit eigener Rechnungsnummer Korrekturrechnung mit eigener Rechnungsnummer
Umfang immer die komplette Rechnung Einzelne Positionen
Bearbeitbar vor der Ausgabe nein ja, Positionsdaten
Lieferscheine wieder „nicht fakturiert”, neu fakturierbar bleiben fakturiert / nicht erneut fakturierbar
Sammelrechnung alle enthaltenen Lieferscheine werden freigegeben Lieferscheine bleiben fakturiert

Wann welche Funktion?

  • Korrektur, wenn nur einzelne Positionen falsch sind (Menge, Preis, einzelne Artikel) oder wenn die Lieferscheine nicht wieder freigegeben werden sollen.
  • Storno, wenn die Rechnung als Ganzes falsch ist (z. B. falscher Kunde oder falsche Kopfdaten) und die Lieferscheine anschließend neu fakturiert werden sollen.

Sprechen Sie sich am besten mit Ihrem Kunden und der Buchhaltung ab, meistens geben diese vor wie die Rechnungskorrektur aussehen soll bzw. ob es ein Storno oder Korrektur werden soll.

Fakturierung: Erstellen einer Rechnung

1. BLUCom Version 3.76.0.5 (Stand 01.10.2026)

Diese Anleitung beschreibt, über die Maske Fakturierung ein Auftrag erfasst und daraus eine Rechnung erstellt wird.

1.1 Überblick über die Maske

Die Fakturierungsmaske gliedert sich in vier Bereiche (die Nummern verweisen auf die Markierungen in Bild 1):

  • Symbolleiste (oben): zentrale Funktionen wie Fakturierung (1), Beleg einlesen (11), Speichern (9), Ausgabe (10), Korrektur und Storno.
  • Kopfdaten (2), links): Verkäufer, KundenNr., Beleg- und Lieferdatum.
  • Belegübersicht (3, Mitte): Kundeninfo, Brutto-/Nettobetrag; dazu rechts die Beleg-Nummern (4) sowie Filial-Nr. und Kasse (5).
  • Positionen / Abschluss (6) Reiter, (7) Werkzeugleiste, (8) Positionstabelle, unten): Erfassung der Artikelzeilen und der Abschlussdaten.

Ein neuer Beleg ist an der grün hinterlegten AuftragsNr. <Neu> erkennbar. Lieferschein- und Rechnungsnummer stehen zu diesem Zeitpunkt noch auf -; sie werden beim Speichern oder bei der Ausgabe vergeben.

Bild 1: Fakturierung – Erfassung & Positionen (Markierungen 1–11)

1.2 Schritt 1 – Neuen Beleg starten

Über den Reiter Fakturierung (1) bzw. die gleichnamige Schaltfläche in der Symbolleiste wird ein neuer, leerer Auftrag geöffnet. Die AuftragsNr. (4) zeigt <Neu> an.

Prüfen Sie oben rechts (5), dass die richtige Filial-Nr. (im Beispiel 1 – Zentrale) und ggf. die passende Kasse (im Beispiel Test) ausgewählt sind.

1.3 Schritt 2 – Kopfdaten erfassen

Füllen Sie die Felder auf der linken Seite (2) aus:

  • Verkäufer: optionaler Verkäufer aus der Auswahlliste.
  • Kundennummer direkt eingeben. Ist die Nummer nicht bekannt, öffnen Sie die Kundensuche (Auswahlpfeil am Feld). Nach Auswahl des Kunden füllen sich in der Belegübersicht (3) automatisch Kunde, Vorgang, Preisgruppe und Auslieferungsbeleg.
  • Belegdatum: Datum der Rechnung (voreingestellt auf das Tagesdatum).
  • Lieferdatum: Datum der Lieferung, bei Bedarf abweichend vom Belegdatum anpassen.

Die Preisgruppe des Kunden steuert die später herangezogenen Preise, daher sollte der Kunde vor der Positionserfassung feststehen.

1.4 Schritt 3 – Positionen erfassen 

Wechseln Sie in den Reiter Positionen (6). In der leeren (gelb hinterlegten) Eingabezeile (8) werden die Artikel erfasst. Die wichtigsten Spalten:

  • ArtikelNr: Artikelnummer eingeben; Bezeichnung, , Vpe und LfPreis werden aus dem Artikelstamm übernommen.
  • Stück: Liefermenge eintragen.
  • LfPreis: vorgeschlagener Preis, bei Bedarf überschreibbar.
  • Zeilenrabatt: Rabatt für die einzelne Position.
  • NoFood: Kennzeichen für Nicht-Lebensmittel-Positionen.
  • Bemerkung Rg.-Pos: freier Bemerkungstext, der auf der Rechnungsposition erscheint.
  • Z-Summe: die berechnete Zeilensumme (Menge × Preis abzüglich Rabatt).

Für jede weitere Position wird eine neue Zeile angelegt. Über die Symbole der Positions-Werkzeugleiste (7) lassen sich Zeilen verschieben, einfügen, kopieren (4. Symbol) und löschen (rotes X). Das Lupensymbol öffnet Verkäufe an den Kunden anzeigen und kann auch über F3 aufgerufen werden.

Mit jeder Position aktualisieren sich Bruttobetrag und Nettobetrag in der Belegübersicht (3).

1.5 Schritt 4 – Abschlussdaten erfassen (Reiter „Abschluss”)

Im Reiter Abschluss werden die belegübergreifenden Angaben festgelegt. Der Reiter gliedert sich in mehrere Bereiche (die Nummern verweisen auf die Markierungen in Bild 2):

Bild 2: Reiter „Abschluss” (Markierungen 1–12)

1.5.1 Ladungsträger (1)(2)(3)

Erfassung der bewegten Ladungsträger (z. B. CC-Container, Europaletten) — dieser Bereich kann alternativ auch für Verpackungen statt Ladungsträger eingerichtet werden:

  • Ausgabe Ladungsträger (1), roter Pfeil): mit dem Beleg ausgelieferte Ladungsträger — Spalten u. a. Böden, Bretter, HolmLa, Holmku, Mt.Aufs, Bemerkung.
  • Rücknahme Ladungsträger (2), grüner Pfeil): vom Kunden zurückgenommene Ladungsträger — Spalten LtArtNr, Böden, Bretter, HolmLa, Mt.Aufs, Bemerkung.
  • Spediteur und Fahrer/LKW-Kennz. (3): Transportdaten auswählen.
  • Rücklieferung erfolgt durch Spediteur: setzen, wenn die Leergut-Rücklieferung über den Spediteur läuft.

1.5.2 Zusatztext (4)

Im Feld Infotext kann ein freier Text zum Beleg hinterlegt werden (über die Schaltfläche … erweiterbar).

1.5.3 Wert (5)

Übersicht der Belegwerte nach Bezeichnung/USt. mit ausgewiesenem Brutto-Wert.

1.5.4 Optionen (6)

  • Netto/Brutto: über Brutto-Beleg festlegen, ob es sich um einen Bruttobeleg handelt.
  • Rabatte in %: Rabatt %, Abholrabatt % und Aufschlag % wirken auf den Gesamtbeleg.
  • Zahlungsbedingung: Skontofrist (Innerhalb … Tagen / bis zum … mit … % Skonto) sowie die Nettofrist (Innerhalb … Tagen o. Abzug / bis zum …).
  • Preise auf LS: Preise auf dem Lieferschein ausweisen.
  • Berechnung / Vp. Pauschale: Verpackung berechnen bzw. Pauschale hinterlegen.
  • Fracht berechnen: Frachtberechnung aktivieren, wahlweise als Fracht als Betrag, Fracht pro Lt (mit Fracht p. CC / CCs. und Fracht p. EP / EPs.) oder Fracht in % v. WW.

1.5.5 Export (7)

  • Export ohne MwSt.: für Belege ohne Mehrwertsteuer.
  • Brutto-Gewicht kg: Gesamtgewicht des Belegs.

1.5.6 Rechnung Info / Zahlung (8)

Zeigt Brutto Betrag und Offener Betrag. Unter Zahlung werden Gegeben, Rückgeld und Zahlungsart (z. B. Bar) erfasst; optional Skonto berechnen und Ausbuchen.

1.5.7 Kundeninfo (12) / Bezug (11)

  • Kundeninfo: Übersicht der Positionen des Kunden (Bezeichnung, Anzahl, Summe Brutto).
  • Bezug: Bestell-Nr. Kd. und Vorgangsnummer zur Zuordnung zur Kundenbestellung.

1.5.8 Ausgabe (9) / E-Mail Senden (10)

Hier wird festgelegt, was und wie ausgegeben wird — getrennt nach Auftrag, Lieferschein und Rechnung, jeweils als Vorschau, PDF Export oder Drucken. Im Bereich E-Mail Senden werden E-Mail-Empfänger und die zu versendenden Belegarten (Au / Ls / Rg) hinterlegt. Diese Einstellungen steuern die Ausgabe (siehe Schritt 5, Variante B).

1.6 Schritt 5 – Beleg abschließen: Speichern oder Ausgabe

Zum Abschluss stehen zwei sich gegenseitig ausschließende Möglichkeiten zur Verfügung — der Beleg wird entweder gespeichert oder ausgegeben, nicht beides nacheinander.

1.6.1 Variante A – Speichern

Sichern Sie den erfassten Beleg über die Schaltfläche Speichern (9). Der Beleg erhält damit eine feste Vorgangsnr. und bleibt bearbeitbar — Positionen und Abschlussdaten können weiterhin geändert werden. Speichern fakturiert den Beleg noch nicht.

1.6.2 Variante B – Ausgabe

Legen Sie zuvor im Reiter Abschluss unter Ausgabe (Bild 2, (9) fest, welche Belegarten (Auftrag, Lieferschein, Rechnung) als Vorschau, PDF Export oder Drucken ausgegeben werden. Für den Versand die Empfänger im Bereich E-Mail Senden (Bild 2, (10) hinterlegen.

Über die Schaltfläche Ausgabe (10) in der Symbolleiste wird der Beleg fakturiert und gemäß diesen Einstellungen ausgegeben. Dabei wird die RechnungsNr. vergeben und aus dem offenen Auftrag wird eine abgeschlossene Rechnung. Mit der Ausgabe wird die Rechnung für die Bearbeitung gesperrt — sie kann anschließend nicht mehr geändert werden.

Speichern vs. Ausgabe (alternativ auszuführen) – Speichern: sichert den Beleg, die Rechnung bleibt bearbeitbar. – Ausgabe: fakturiert den Beleg, die Rechnung wird für die Bearbeitung gesperrt.

Es wird stets nur eine der beiden Funktionen ausgeführt (entweder/oder). Nachträgliche Änderungen an einer bereits ausgegebenen Rechnung sind nur noch über Korrektur oder Storno in der Symbolleiste möglich.

1.7 Weitere Funktionen in der Symbolleiste

  • Beleg einlesen (11): lädt einen bereits vorhandenen Beleg in die Fakturierung, um ihn dort weiterzuverarbeiten. So lässt sich z. B. ein bestehender Auftrag oder Lieferschein über seine Belegnummer (bzw. per Scan) aufrufen, prüfen und anschließend fakturieren, ohne die Positionen neu erfassen zu müssen.
  • HG übern.: Daten aus einem vorgelagerten Vorgang übernehmen.
  • Sammel-Rg: fasst offene Lieferscheine zu Sammelrechnungen zusammen — über alle offenen Lieferscheine hinweg, unabhängig vom Kunden. Dabei lassen sich die zu berücksichtigenden Kunden und Lieferscheine gezielt auswählen.
  • Korrektur: eine bereits erstellte Rechnung korrigieren.
  • Storno: storniert eine Rechnung. Dabei wird eine Rechnung mit Gegenbuchung erzeugt, die die ursprüngliche Buchung betragsmäßig ausgleicht. Der zugehörige Lieferschein wird wieder als „nicht fakturiert” markiert und kann damit erneut fakturiert werden.

1.8 Storno und Korrektur

Eine ausgegebene Rechnung ist für die Bearbeitung gesperrt. Änderungen sind nur noch über Storno oder Korrektur möglich. In beiden Fällen bleibt die Originalrechnung unverändert, es entsteht immer ein neuer Beleg mit eigener Rechnungsnummer.

Beide Schaltflächen sind zunächst ausgegraut. Sie werden erst aktiv (farbig), wenn Sie die betreffende Rechnung über Beleg einlesen (Bild 1, ?) in die Fakturierung laden.

Storno

Ein Storno hebt die Rechnung vollständig auf.

  1. Rechnung über Beleg einlesen
  2. Storno
  3. Es wird eine Stornorechnung mit Gegenbuchung erzeugt, die die ursprüngliche Rechnung betragsmäßig vollständig ausgleicht. Sie erhält eine eigene Rechnungsnummer und wird wie jede andere Rechnung ausgegeben bzw. per E-Mail oder E-Rechnung versendet.
  4. Alle zugehörigen Lieferscheine werden wieder als „nicht fakturiert” markiert. Bei einer Sammelrechnung gilt das für jeden enthaltenen Lieferschein.
  5. Die Lieferscheine können anschließend neu fakturiert werden, einzeln oder per Sammelrechnung.

Korrektur

Eine Korrektur gleicht nur den fehlerhaften Teil einer Rechnung aus.

  1. Rechnung über Beleg einlesen
  2. Korrektur
  3. Es entsteht eine neue Rechnung, die im ersten Schritt die komplette Rechnung gutschreibt.
  4. Diese Korrekturrechnung kann vor der Ausgabe noch bearbeitet werden, z. B. so, dass nur eine einzelne Position gutgeschrieben wird oder nur eine Menge bzw. ein Preis angepasst wird. Korrigiert werden können nur Positionsdaten, keine Kopfdaten wie Kunde oder Datum.
  5. Die Korrekturrechnung wie gewohnt über Ausgabe
  6. Die Lieferscheine bleiben als fakturiert markiert und werden nicht wieder freigegeben.

Unterschiede im Überblick

Storno Korrektur
Neuer Beleg Stornorechnung mit eigener Rechnungsnummer Korrekturrechnung mit eigener Rechnungsnummer
Umfang immer die komplette Rechnung Einzelne Positionen
Bearbeitbar vor der Ausgabe nein ja, Positionsdaten
Lieferscheine wieder „nicht fakturiert”, neu fakturierbar bleiben fakturiert / nicht erneut fakturierbar
Sammelrechnung alle enthaltenen Lieferscheine werden freigegeben Lieferscheine bleiben fakturiert

Wann welche Funktion?

  • Korrektur, wenn nur einzelne Positionen falsch sind (Menge, Preis, einzelne Artikel) oder wenn die Lieferscheine nicht wieder freigegeben werden sollen.
  • Storno, wenn die Rechnung als Ganzes falsch ist (z. B. falscher Kunde oder falsche Kopfdaten) und die Lieferscheine anschließend neu fakturiert werden sollen.

1.9 Zusatz: Einstellungen für die E-Rechnung

Damit an einen Kunden elektronisch fakturiert werden kann (E-Rechnung) — z. B. für Risse —, müssen im Kundenstamm des Empfängers folgende Angaben hinterlegt sein:

  • GLN (Global Location Number): eindeutige Empfänger-Kennung für die elektronische Adressierung der E-Rechnung. Sie wird in der Spalte GLN der Kundenstamm-Liste beim jeweiligen Kunden eingetragen (Beispiel: 8719604912757). Ohne hinterlegte GLN ist es bei Kunden möglich, dass die E-Rechnung nicht akzeptiert werden.
  • Zentrale: die Kundennummer der Zentrale in der gleichnamigen Spalte. Sie wird benötigt, wenn der Lieferschein an einen anderen Kunden geht als die Rechnung (typischerweise Lieferung an eine Filiale/Anlieferstelle, Rechnung an die Zentrale).

Beide Felder finden Sie in der Kundenstamm-Liste (Stammdaten -> Kunden verwalten) direkt als Spalten. Über den Reiter GLN-Nummern am unteren Rand lassen sich die GLN-Nummern des Kunden verwalten.

Bild 3: Kundenstamm-Liste – GLN & KdNr. Zentrale für die E-Rechnung (Markierungen 1–2)

Hinweis: Diese Anleitung wurde aus Bildschirmansichten der Fakturierungsmaske (Reiter „Positionen” und „Abschluss”) sowie der Kundenstamm-Liste abgeleitet. Einzelne Dialogfenster wie die Kundensuche öffnen sich erst zur Laufzeit und sind hier auf Basis des üblichen Ablaufs beschrieben.